vormals Verein Arbeitsgemeinschaft Gestose-Frauen Österreich

Über uns

Wer wir sind

Ende 2002 begann Sabine Herrich, die heutige Obfrau unseres Vereins, mit Unterstützung der damaligen Arbeitsgemeinschaft Gestose-Frauen e.V. (heute Arbeitsgemeinschaft Gestose-Betroffene e.V.) in Issum, Deutschland, ein kleines Netzwerk von betroffenen Frauen zu formieren, die im Zuge ihrer Schwangerschaften bzw. Geburten an Gestose (Schwangerschaftshochdruck, Präeklampsie, HELLP-Syndrom) erkrankt sind und/oder deren Kinder aufgrund einer Plazentainsuffizienz als Mangelgeburt bzw. zu leicht für die Schwangerschaftswoche geboren wurden. Zu Beginn des Jahres 2003 hieß dieses Frauennetzwerk noch „Österreichische Regionalgruppe der AG Gestose-Frauen“. Im April 2004 gründete die Selbsthilfe-Gruppe in Anlehnung an unseren deutschen Partnerverein, welcher bereits seit 1984 besteht, die ARGE Gestose-Frauen Österreich. Unser Partnerverein und wir haben inzwischen ca. 40.000 betroffene Frauen und Familien beraten. Weil oft nicht nur die Frauen, sondern vor allem auch die Partner bzw. Väter, aber natürlich auch die Kinder, eigentlich die gesamte Familie von den Auswirkungen der Folgen dieser Erkrankung betroffen sein kann, wurde unser Name inzwischen in „Arbeitsgemeinschaft Gestose-Betroffene“ geändert.

Blüte in Hand gehalten
Frau arbeitet mit Notebook

Wir waren informierte Schwangere, haben uns im Lauf unserer Schwangerschaften den empfohlenen Untersuchungen unterzogen, haben uns für gesunde Ernährung interessiert, haben eventuelle schädliche Gewohnheiten aufgegeben und uns für die Entwicklung unserer ungeborenen Babys interessiert. Dennoch wurden wir unvorbereitet von unseren Komplikationen getroffen und standen diesen ahnungslos und daher hilflos gegenüber. Deshalb möchten wir Betroffenen die Gelegenheit geben, im Kreis von gleichfalls Betroffenen über ihre oft schmerzhaften Erlebnisse zu sprechen und Erfahrungen sowie Bewältigungsstrategien auszutauschen. Viele Mütter leiden unter starken Schuldgefühlen, dem Gefühl des Ausgeliefertseins und der Ohnmacht, oft noch nach Monaten und Jahren. Zahlreiche Betroffene haben so große Angst vor Wiederholungen, dass sie an keine weitere Schwangerschaft zu denken wagen.

Von den Frauen und Familien, die uns kontaktieren, hören wir, dass sie verstehen möchten, was in den vergangenen Schwangerschaften zu ihren Komplikationen geführt hat und wie sie weitere Schwangerschaften besser – womöglich ganz problemlos – bewältigen können und eine terminnahe, vielleicht sogar natürliche Geburt erleben können. Immer noch wird betroffenen Frauen von ärztlicher Seite von weiteren Schwangerschaften abgeraten, vielfach erfahren Familien, die weitere Schwangerschaften planen, nur sehr wenig über mögliche Behandlungsstrategien und spezialisierte Zentren.

Wir erklären den Betroffenen auf möglichst einfache Weise, „wie Gestose funktioniert“ und gehen dabei auf die individuelle Krankengeschichte der Frauen ein. Wir informieren auch über mögliche etablierte Behandlungswege und helfen den Frauen, einen Spezialisten / eine Spezialistin zu finden. Gerne geben wir auch Tipps aus unserem breiten Erfahrungsschatz weiter, was unterstützende Maßnahmen betrifft, insbesondere, was die Ernährung angeht. Dieses Angebot wird auch immer wieder von Schwangeren genützt, die nicht von Gestose betroffen sind, sondern die z. B. unter starken Wassereinlagerungen (Ödemen) leiden oder diesen vorbeugen wollen. Mittlerweile werden wir auch zunehmend von Schwangerschaftsdiabetikerinnen kontaktiert, denen wir gerne mit gezielten Ernährungstipps weiterhelfen, immerhin haben wir auch auf diesem Gebiet inzwischen viel Erfahrung gesammelt, denn auch Gestose-Betroffene können in Folgeschwangerschaften manchmal Gestationsdiabetes bekommen, bzw. kann ein schlecht eingestellter Schwangerschaftsdiabetes das Entstehen einer Plazentainsuffizienz oder einer Gestose begünstigen.

Schwarz-weißbild einer schwangeren Frau
Gesundheit & Sicherheit

Medizinische Fachleute möchten wir darüber informieren, wie sie besser auf die Bedürfnisse betroffener Familien eingehen können, darüber hinaus verstehen wir uns als Informations- und Gesprächsplattform für alle Personen und Organisationen, die mit der Behandlung und Betreuung dieser Frauen und ihrer Kinder befasst sind.

Wir möchten dazu beitragen, dass zu hypertensiven Komplikationen und den Spätfolgen wie dem zum Teil deutlich erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen von betroffenen Frauen noch intensiver geforscht wird und setzen uns dafür ein, dass überholte Therapien und Empfehlungen (insbesondere was die Ernährung betrifft) bei Ödembildung und Blutdruckerhöhungen in der Schwangerschaft nicht mehr angewandt werden.

Unsere beratenden Mitarbeiterinnen begleiten – über weite Strecken ehrenamtlich – Frauen und Familien, die von Schwangerschaftshochdruck, Präeklampsie, Eklampsie, HELLP-Syndrom, Plazentainsuffizienz, später Fehlgeburt, Totgeburt, dem Tod eines frühgeborenen Babys und/oder wiederholten frühen Fehlgeburten betroffen waren, dabei finanzieren sie zum Teil selbst Telefonkosten und andere Ausgaben wie z. B. Ausbildungen im psychosozialen Bereich. Um unsere Arbeit weiterhin für alle betroffenen Frauen aufrechterhalten zu können, sind wir auf Spenden angewiesen.

 

Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Spende auf folgendes Konto zukommen lassen:

Steiermärkische Bank und Sparkassen AG

IBAN: AT34 2081 5000 2751 8521

BIC: STSPAT2GXXX

Babyfüsse in Hände gelegt

Stimmen von Betroffenen:

Ohne die professionelle Betreuung durch die Gestose-Frauen in meiner ersten Schwangerschaft hätten womöglich mein Kind und ich nicht überlebt; ein Kaiserschnitt sechs Wochen vor dem Termin war allerdings notwendig. Dank der Begleitung in der zweiten Schwangerschaft konnte ich ein weiteres gesundes Kind zur Welt bringen, und das ohne nennenswerte Komplikationen!

 

Claudia L., Graz

 

 

Unser zweiter Sohn kam am Geburtstermin tot zur Welt, er wog nur 2300 g. Für uns ging eine Welt unter. Die Gestose-Frauen erklärten uns die komplizierten medizinischen Zusammenhänge so, dass sie einfach zu verstehen waren, was uns bei der Bewältigung unseres Schmerzes ein wenig unterstützte. Sie halfen uns, den richtigen Arzt zu finden, der uns als Experte medizinisch durch zwei weitere Schwangerschaften begleitete. Während der folgenden Monate hatten sie immer ein offenes Ohr und wir fühlten uns nie mit unseren Ängsten allein. Trotz schlechter Ausgangssituation kamen unsere beiden Buben gesund zur Welt!

 

Lenka M., Retz

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